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Gewalt (Prävention)

Der GKV Leitfaden Prävention sieht für die stationären Pflegeeinrichtungen die Auseinandersetzung mit dem Thema Gewaltprävention in der Pflege vor. Die Krankenkassen unterstützen ausdrücklich Projekte und Einrichtungen, die sich systematisch diesem Thema stellen. Dazu bietet die Pflege-Mediathek grundlegende Informationen und Schulungen, die als Einstieg zu solchen Förderprojekten genutzt werden können.

Im Handlungsfeld Gewaltprävention konnte der AOK-Verlag in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Pflege in Not Berlin und der Caritas Altenhilfe Berlin einige Module erstellen, die eindrücklich wichtige Fragen zu Gewalt in der Pflege aufgreifen und für das Thema sensibilisieren. Durch Filme und Übungen werden Mitarbeiter angeregt sich selbst, aber auch die Rahmenbedingungen in stationären Einrichtungen, zu reflektieren und auf ihr Gewaltrisiko hin zu betrachten.

Wo beginnt gewalttätiges Handeln? Muss eine körperliche Handgreiflichkeit vorliegen, bevor man von Gewalt, und hier im speziellen von Gewalt in der Pflege, sprechen darf? Sind Aggressionen zu vermeiden und ist das überhaupt sinnvoll?

Das sind Fragen, die sich Pflegende in ihren Alltagssituationen stellen dürfen. Oft wird genau dies nicht getan. Die Gründe dafür sind vielfältig, falsch verstandene Kollegialität, Angst vor Konsequenzen und oft schlicht Zeitmangel verhindern eine systematische Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Überlegungen in den Einrichtungen sollten sogar noch weiter gehen, möglicherweise gibt es strukturelle Einflüsse, wie bauliche Faktoren, Personalmangel oder fehlendes Fachwissen, die Aggression und Gewalt provozieren oder sogar verursachen.