Harn- und Stuhlinkontinenz betreffen Männer und Frauen jeden Alters und sind in der Pflege weit verbreitet. Besonders in stationären Einrichtungen sind mehr als drei Viertel der Bewohnenden betroffen. Gleichzeitig bleibt Inkontinenz oft ein Tabuthema, wodurch genaue Zahlen schwer zu erfassen sind.
Inkontinenz kann zu sozialem Rückzug und verminderter Lebensqualität führen, da Betroffene alltägliche Aktivitäten häufig meiden. Umso wichtiger ist ein sensibler Umgang sowie das frühzeitige Erkennen von Anzeichen.
Ziel pflegerischer Maßnahmen ist es, die Kontinenz zu fördern oder wiederherzustellen. Dazu gehören z. B. regelmäßige Toilettenangebote oder die Einleitung medizinischer Maßnahmen. Ist eine Therapie nicht möglich, helfen geeignete Hilfsmittel, die Teilhabe am Alltag zu erhalten.
Die Pflege-Mediathek unterstützt mit praxisnahen Schulungen auf Basis des Expertenstandards „Kontinenzförderung in der Pflege“ (2023) und vermittelt Wissen zu Ursachen, Folgen, Risikoerkennung und geeigneten Maßnahmen.
Literatur
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (Hrsg.): Expertenstandard „Kontinenzförderung in der Pflege – 2. Aktualisierung 2023“. Schriftenreihe des Deutschen Netzwerkes für Qualitätsentwicklung in der Pflege, Fachhochschule Osnabrück 2023